Im Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm erhalten exzellente Wissenschaftlerinnen in Baden-Württemberg die finanzielle Unterstützung, die sie brauchen, um ihre Habilitationsvorhaben in die Tat umzusetzen. Der Erfolg dieses Förderprogramms liegt auf der Hand: Von den seit 1997 geförderten Wissenschaftlerinnen erhielten bereits über 50% die Venia Legendi. Die Forscherinnen und ihre Leistungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Wissenschaft werden auf diesen Seiten vorgestellt.
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Kalkbergweg 15
33617 Bielefeld
mirjam.zimmermann@online.de
http://www.dwi.uni-hd.de/institut/zimmermann.htm
| Hochschule | Universität Heidelberg DWI Universität Dortmund, Fachbereich 14 |
| Thema/Projekt | Kindertheologie und Religionspädagogik. Grundlagen, Methodik und Ziel kindertheologischer Forschung am Beispiel der Deutung des Todes Jesu |
| Beschreibung des Projekts | In dem von mir bearbeiteten Forschungsprojekt geht es um die systematische Aufarbeitung der jungen religionspädagogischen Bewegung der „Kindertheologie“. Schon der Versuch, zu definieren, was genau „Kindertheologie“ ist, gestaltet sich schwierig. Verstärkt wird diese Unklarheit durch die Tatsache, dass selbst im wissenschaftlichen Diskurs sehr heterogene Konzepte („Theologisieren mit Kindern“, „Theologie für Kinder“, „Theologie von Kindern“, „Theologische Gespräche mit Kindern“) unter dem Begriff „Kindertheologie“ subsumiert werden. Ist Kindertheologie ein entwicklungspsychologisch beschreibbares Phänomen, „ein neues didaktisches Leitbild“ (Kraft 2002), eine „programmatische Perspektive“ (Koerrenz/ Schweitzer 2005), ein „Programm„ (Bucher 2002), ein „neuer Blickwinkel bzw. religionspädagogischer Ansatz“ (Kraft 2005), eine „spezifische Richtung der Religionsdidaktik“ (Martens 2005), etwa nur ein modernes „Unterrichtskonzept“ (Zimmermann 2006) oder schließlich eine „Methode des Unterrichtens“ (Freudenberger-Lötz 2005). Während die große Schwester der „Kindertheologie“ die „Kinderphilosophie“ schon einen Schritt voraus ist und neben praktischen Darstellungen monographisch theoretische Auseinandersetzungen vorlegen kann, steht eine monographische Bearbeitung des Phänomens auf theologischer Seite noch aus. Die Wahrnehmung dieses Forschungsdefizit hat im Blick auf meine Habilitationsarbeit dazu geführt, die Zuordnung von Einzelthema und weiterem Horizont umzukehren. Sollte ursprünglich das Thema des Todes Jesu im Horizont der Kindertheologie bearbeitet werden, so wurde dann die Kindertheologie zum vorrangigen Untersuchungsgegenstand, der am Beispiel der Deutung des Todes Jesu durch Kinder und Jugendliche an einer Stelle paradigmatisch und empirisch vertieft wird. Die Arbeit umfasst jetzt zwei Hauptteile: Der erste Teil beginnt mit einer Erfassung, Systematisierung und Bewertung vorhandener Ansätze aus dem Bereich der „Kindertheologie“. Ferner wird eine entsprechende Analyse methodischer Ansätze vollzogen, bevor in begrifflicher, konzeptioneller und methodischer Hinsicht ein eigenes Modell der „Kindertheologie“ vorgestellt wird. Im zweiten Hauptteil wird dann eine Applikation des eigenen Ansatzes zu dem schwierigen theologischen Problem der „Deutung des Todes Jesu bei Kindern und Jugendlichen“ versucht, indem die Sachkompetenz, die theologisch-systematische Kompetenz und die exegetische Kompetenz der Kinder und Jugendlichen anhand empirischer Studien untersucht wird. |
| Förderzeitraum | 2003 - 2006 |
| Auswirkungen des Programms | Organisation: Projekte schreiben Lehre: Studenten betreuen, Arbeiten korrigieren, Praktika anleiten Wissenschaft: Kontakte zu anderen Forschern vertiefen oder neue knüpfen, Kongresse besuchen Forschung: Publizieren |